Archiv der Kategorie: Veränderungen

Franchisenotizen

In dieser neuen Rubrik möchte ich in unregelmäßigen Abständen auf Änderungen in der Franchisenehmer-Landschaft hinweisen.

Legen wirlos, es gibt einiges zu berichten:

  • Nur eine kleine Änderung, dafür aber in meinen Augen eine sehr interessante: Der Store in der Erlanger Gundstraße geht von der Company an die Petra KG. Diese betreibt ansonsten nur die Filiale in Kitzingen – rund 100 Straßenkilometer entfernt. Die Petra KG gehört allerdings, so wie auch die AMOH Gastro KG, zu Ernst Oude Hengel, der unter verschiedenen Firmenbezeichnungen sieben weitere Restaurants in Ober-, Mittel- und Unterfranken führt.
    Interessant ist das für die Zukunft des McDrive am Hafen der Hugenottenstadt: Der Store wurde seit seiner Eröffnung Sommer 1997 noch nicht renoviert und liegt auch meiner Meinung nach ziemlich bescheiden abseits der Hauptverkehrsrouten in einer Seitenstraße. Die von mir schon befürchtete Schließung dürfte damit erst mal vom Tisch sein.
    Bemerkenswert auch: Die beiden anderen Erlanger Restaurants wurden schon vor einiger Zeit von Bernd Ropot übernommen – damit gibt es nun zwei Franchisenehmer in der Stadt.
  • Unspektakulärer ist dafür die Übernahme der bislang companygeführten Filialen in Kirchheim und Ismaning durch Michael Heinritzi, der sein Imperium damit auf 30 Stores in Deutschland ausbaut.
  • Der Store im Stuttgarter Hauptbahnhof  geht ebenfalls von der Company an Michael Betzien, der nun drei Restaurants in der Schwabenmetropole führt.
  • Reine Namenskosmetik betrieb Stefan Hettich: Seine Restaurants in Freudenstadt und Horb am Neckar firmieren nun unter „ama Systemgastronomie KG“, Nagold (wie vorher schon Calw) nun als „ash Systemgastronomie GmbH“.
  • Die Erik Huber Systemgastronomie, bislang im Landkreis Offenbach vertreten, übernimmt mit dem Restaurant an der Sprendlinger Landstraße nun auch ein Restaurant in Offenbach selbst. Das zweite am Kaiserlei verbleibt (vorerst?) im Besitz von McDonald’s Deutschland selbst.
  • In Leipzig gesellt sich zu McDonald’s Deutschland, Gerd Vogel und Mike Kraft mit der „Stefan Timme Systemgastronomie e.K.“ ein vierter Betreiber hinzu: Er übernimmt die Stores in der Saarländer  Straße, in der Petersstraße sowie am Brühl von der Company.
  • Besagter Gerd Vogel überführt ebenfalls zwei Zweigstellen in Franchisehände. Grimma und das Restaurant an der Autobahnraststätte „Muldental Nord“ (A 14) gehören fortan ihm.
  • Und auch in der Welfenstadt Braunschweig gibt es nun drei Betreiber: Zum alteingesessenen Dietmar Schmitz gesellt sich Barbara Rieke, die bereits im Harz mehrere Restaurants betreibt. Sie übernimmt die Drives in der Hansestraße und in der Hamburger Straße. Einzig das jüngste Restaurant in der Stobwasserstraße bleibt im Besitz der Company.

Die McDonald’s-Familie trauert um Patrick Pietsch

Wie ich erst heute erfahren habe, ist der Nürnberger Franchisenehmer Patrick Pietsch am 10. Mai im Alter von nur 35 Jahren verstorben.

Erst zum April 2015 übernahm er vier Restaurants (Breite Gasse, Aufseßplatz, Sigmundstraße und Hauptmarkt) von der Company.

Fast schon nebensächlich ist die Nachfolgeregelung: Die Restaurants werden von der „BW Restaurantbetriebe e.K.“ übernommen, hinter der sich der mittelfränkische Unternehmer und Wirtschaftsfunktionär Bodo Wißkirchen verbirgt.

Zweiter Paukenschlag: Auch erster McDrive Deutschlands geschlossen!

191

Nach der überraschenden Schließung des ersten Deutschen McCafés in Köln im Frühling diesen Jahres folgt nun ein zweiter Paukenschlag: Auch den erste McDrive Deutschlands, Restaurant #191 gibt es nicht mehr.

Dieser wurde vor 30 Jahren, am 1. April 1984 auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums „Breuningerland“ im württembergischen Ludwigsburg eröffnet. Bereits 1986 mußte das Gebäude neu aufgebaut werden, nachdem es bei einem Fritteusenbrand vollständig zerstört wurde.

Am 11.11.2014 – man mag fast an einen Faschingsscherz glauben – endete nun diese Ära für immer. Das traditionsreiche Restaurant wurde gegen einen modernen Freestander am anderen Ende des Parkplatzes ersetzt. Dieser ist deutlich kleiner als der alte Store und verfügt nicht einmal über ein McCafé. EasyOrder-Terminals und Dual Point mit Made-for-you sind aber vorhanden.
Das neue Restaurant hört auf die Nummer #1708, Inhaber bleibt Eduard Fehr.

1708

Das alte Gebäude war eine Woche später bereits komplett eingeebnet. Nur der Pylon stand noch – aber auch an dem machten sich bereits Arbeiter zu schaffen.

Store in Tauberbischofsheim ausgebrannt (2. Update 18.11.2014)

Bei einem Brand wurde das Restaurant in Tauberbischofsheim am Dienstag, den 12. August gegen 3 Uhr nachts vollständig zerstört. Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden.

Die Zerstörungen, die vor allem von einer bislang ungeklärten Explosion herrühren, sind so gravierend, dass ein Abriss wohl unumgänglich ist. Ein Wiederaufbau ist allerdings wahrscheinlich.

Obwohl das natürlich erfreulich ist, dürfte trotzdem ein architektonisch außergewöhlicher Store für immer verloren sein. Das Restaurant wurde nämlich 2000 in den Schauräumen eines ehemaligen Autohauses eingerichtet.

Hoffentlich erfolgt der Neubau in einem ähnlichen Stil und es wird kein Standard-Freestander.

Update 24.08.2014: 9aktuell.com hat inzwischen eine Bildergalerie online, die das ganze Ausmaß der Zerstörung offenbart.

Update 18.11.2014: Das Restaurant befindet sich immer noch im ausgebrannten Zustand, abgesichert lediglich durch einen Bauzaun. Bauliche Veränderungen sind nicht ersichtlich.

Arthur Dewitz tritt ab

Großer Franchisenehmerwechsel in Oberfranken: Arthur Dewitz hat zum 31. Mai seine über 20jährige Tätigkeit als McDonald’s-Franchisenehmer beendet – wohl aus Altersgründen.

Seine Nachfolge treten zwei altbekannte Kollegen an:

Hubertus Elster, der bereits rund 75% der oberfränkischen Restaurants betreibt, ergänzt sein Portfolio die Stores in Coburg, Neustadt bei Coburg und Lichtenfels.

Die südlichen Dewitz-Restaurants in Bamberg, Hallstadt, Forchheim und Hirschaid gehen dagegen an die Petra KG und damit an Ernst Oude Hengel, mit seinem Geiselwinder Restaurant ebenfalls ein Urgestein,  der seinen Expansionskurs fortsetzt: Er besitzt nun neun Restaurants, die geographisch über Unter-, Mittel- und Oberfanken durchaus weit verteilt liegen.

Der von Dewitz mehrfach geäußerte, aber nie verwirklichte Wunsch, nach der Schließung in der Spitalgasse 2008 wieder in die Coburger Innenstadt zurückzukehren ist damit übrigens nicht ad acta gelegt. Nachfolger Elster kündigte gegenüber dem Coburger Tageblatt (Artikel nur gegen Bezahlung abrufbar) an, dass er diesen Plan für nicht ausgeschlossen hält – obgleich seine Prioritäten momentan anderswo liegen. Er will zunächst einen geordneten Betriebsübergang und dann eine Erweiterung und Renovierung des Stores in der Neustädter Straße. Es war immerhin eine der ersten Filialen Deutschlands, die nach den Plänen des Architekten Philippe Avanzi remodelt wurden. Auch verfügt es noch über kein McCafé.

Gerade noch rechtzeitig

… habe ich es am Ostersonntag nach Lippstadt geschafft. Denn den Instore #280 am Bahnhof sollte es schon 14 Tage später in dieser Form nicht mehr geben:  Am 2. Mai wurde das Restaurant, das sich noch im Design der 90er Jahre befand, geschlossen.

Wie Der Patriot meldet, wird das Restaurant aber nicht dauerhaft verschwinden, sondern bis zum 13. Juni umgebaut, renoviert und dann als Satellite wiedereröffnet.

Einerseits schade, dass wir damit ein weiteres der letzten verbleibenden „alten“ Restaurants in Deutschland verlieren, andererseits ist es natürlich auch erfreulich, dass der Standort überhaupt erhalten bleibt. Denn bei meinem Besuch war klar, dass das zugegebenermaßen doch stark renovierungsbedürftige Restaurant in dieser Form keine lange Zukunft mehr haben wird.